Motorräder

fly & ride ????????

Mieten oder eigenes Motorrad mitnehmen?

Wir haben beide Arten ausprobiert: mieten und eigene Moppeds mitnehmen. Kaufen wäre übrigens unter Umständen auch eine interessante Variante, wenn man jemanden vor Ort hat, der sich um so was kümmert, sonst ist es zu zeitaufwendig (wobei diese Alternative finanziell sicher interessant ist).

Erstmal zur Variante "eigenes Motorrad mitnehmen":

Haben wir in 1992 und 1995 gemacht. Es gibt mehrere Veranstalter, die so was anbieten, wobei man darauf achten sollte, ob die Moppeds irgendwie zerlegt werden müssen (Kiste und Vorderrad ausbauen) oder komplett auf Palette in den Flieger kommen. Letzteres haben wir mit der Lufthansa gemacht. Die Sache ist nur entsetzlich teuer geworden. Bei der letzten Planung in 99 lag der Preis (Big Bike Tours, die gibt’s aber nicht mehr) z.B. 5.000 DM für 1 Person und 1 Mopped nach San Francisco.
Vorteil: Man hat sein Motorrad, das man kennt. Man kann die gepackte Maschine abliefern, kommt an und setzt sich drauf und fährt los. GENIAL! Dazu das Erlebnis mit seinem Mopped und deutschem Kennzeichen .... das macht Laune!!!!
Nachteil: die blumigen Versprechungen der Veranstalter stimmen meist nicht ganz. Wichtig ist das Kleingedruckte. Wieviel Tage vorher das Bike abliefern? Wird alles Gepäck akzeptiert? Bekommt man das Bike garantiert am Ankunftstag? Wieviel Tage vor dem Rückflug abliefern (nicht ganz unwichtig für die Tourenplanung)? Dazu kommt, dass sicherlich einige Telefonate am Ankunftsort zu tätigen und Formulare auszufüllen sind. Englisch-Kenntnisse also wichtig!
Es kommen auch nicht alle Flughäfen in Frage, bei der Lufthansa nur die, die im Direktflug erreichbar sind. Also San Francisco oder L.A. (Nachtrag: inwieweit das nach 9/11 überhaupt noch geht, weiss ich nicht).
Ach ja, um eine Versicherung muss man sich auch noch kümmern.
Neben dem Genuss sollte man aber auch bedenken, dass die Strecke (wir fahren in 4 Wochen meist ca. 10.000 Km) natürlich auch Verschleiß bedingt. Also ein Satz Reifen plus Inspektion sollte man einkalkulieren.
Tja, und wenn man Pech hat, kann man sich noch mit Transportschäden auseinandersetzen ...

Die Variante "Motorrad mieten":

Aus Kostengründen sind wir in 97 und 99 dazu übergegangen, eine Goldwing zu mieten und Ingrid musste halt als Sozia ihr Leben fristen. Wobei gleich die erste Ernüchterung erfolgte, denn "großes Motorrad" heißt nicht gleich "viel Gepäck" - 180 Kg Zuladung ist eher wenig, wenn auch in den Koffern viel Platz ist. Nun ja, der Dampfer war jedenfalls für die dortigen Verhältnisse schon gut, auch wenn ich ihn hier nicht fahren möchte. Aber das ist schon mal die erste Frage: welches Motorrad? Hängt vom Vermieter ab, was der anbietet. Die grosse Unbekannte ist dann die Frage: wohin mit dem Gepäck. Ich stell es mir schlimm vor, wenn ich mit meinen Sachen an der Vermietstation stehe und nicht weiß, wohin damit. Das war der Vorteil an der Goldwing, wir haben uns vorher Kofferinnentaschen passend besorgt, und damit war klar wie gepackt wurde. Dann einfach einladen und losfahren.
Die Kosten variieren stark nach Anbieter. Mein Tip: im Internet suchen. Wir hatten bei CruiseAmerica direkt gebucht und konnten für 4 Wochen einen guten Rabatt raushandeln !!! Wichtig ist auch ohne Meilenbegrenzung zu buchen, sonst wird's teuer. Für Harleys gibt's übrigens mehr Vermieter nach meiner Erfahrung, aber ob das unbedingt als tourentauglich zu bezeichnen ist - ich weiß nicht.
Auch hier ist das Kleingedruckte wichtig: Unlimted Mileage? Versicherung? Nebenkosten? Als Ausgangspunkt für den Nordwesten sind Denver, Seattle und S.F. interessant. Wir haben die letzten beiden Touren in Denver gestartet, es lief völlig unproblematisch. Ankunft, ab ins Hotel, am nächsten Morgen bei der Vermietstation angerufen, die stellen ein Taxi was einen zur Station bringt, ein paar Unterschriften und los ging's. Gute Erfahrungen haben wir mit dem Vermieter CruiseAmerica (eher bekannt bei Wohnmobilen) gemacht.

 

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