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Der Freitagmorgen begann früh - 7 Uhr Frühstück, 8 Uhr Abfahrt, anders gehts nun mal nicht bei solchen Strecken! Im Gegensatz zum Vortag war es trocken, und das war schon mal die beste Voraussetzung für diese Tour. Hinter mir ordnete sich gleich Franz mit seiner nicht mehr ganz fabrikneuen R 80 ein, hinten fuhr wie üblich Ingrid und dazwischen 2x RT plus 1x V-Strom. Die ersten Kilometern führten in Richtung Kleiner Thüringer Wald und schon war klar: das wird eine flotte Tour! Franz zeigte sich konstant formatfüllend in meinem Rückspiegel und bewies, dass man sich Schräglagenfreiheit auch erarbeiten kann, indem man störende Hebel und Kanten einfach abschrabbeln kann ... Landschaftlich wurde auch einiges geboten, das ehemalige Grenzgebiet überrascht immer wieder mit kleinsten Nebenstraßen, die inzwischen einen guten Belag haben und viel Spass machen. Dann ging’s den Frankenwald rauf und runter, an der Saale entlang und in Mödlareuth gönnten wir uns eine echte Mittagspause, um die Lunchpakete aus dem Sturm zu verzehren. Bei Schleiz wurde der östlichste Punkt der Tour erreicht und außerdem gerieten wir in eine Umleitung, die uns glatt eine halbe Stunde kostete. Dass sowas in Thüringen immer noch an der Tagesordnung ist, bewies sich im weiteren Verlauf: auch die schöne Uferstraße am Saalestausee war uns versperrt und zwang zum Improvisieren. Die Ortsdurchfahrt von Probstzella war zwar wieder offen, aber danach drohte schon wieder eine Umleitung. Mir war’s dann zuviel, diesmal fahren wir durch! Es war auch nur eine aufgerissene Ortsdurchfahrt und so eine kleine Schottereinlage konnte uns nicht schrecken. Zwischen Katzhütte und Scheibe Alsbach war viel Kurvenspass angesagt und zum Abschluss gab’s nochmal viel Aussicht bei Masserberg und einen Stopp an der Schanze in Oberhof. Gegen 19 Uhr fanden wir uns wieder im Sturm ein, der Abend war aber eher kurz ;-)
Am Samstagmorgen kostete das Aufstehen doch etwas Überwindung - der strahlend blaue Himmel entschädigte uns aber und versprach viel Fahrspass. Wieder ging’s um 8 Uhr los und diesmal erwischte uns die Umleitung gleich in der Rhön. Diese war aber landschaftlich echt reizvoll und lohnte den Umweg. Die Wasserkuppe bei Sonnenschein! Ein ganz neues Erlebnis für manchen. Die schönen Sträßchen im Spessart und in den Haßbergen waren leer und ließen den Fahrschnitt auf über 71 Km/h wachsen. Kein schlechter Wert für eine Gruppe! So waren wir auch recht zeitig bei Kati-Bräu in der Fränkischen Schweiz und konnten dort noch eine gemütliche Kaffeepause einlegen (die hatten wir uns aber auch verdient). Um 18:30 kam unsere Truppe dann wieder in Mellrichstadt an, alle in Hochstimmung und durstig, dafür gab’s ja auch einen Maßkrug für jeden Bezwinger der Strecke. Die Krönung fand der Abend dann am festlich geschmückten Tisch im Sturm, wo wir bei Kerzenlicht und schöner Dekoration unsere Eindrücke austauschen konnten. Es wurden Adressen ausgetauscht und eins war sicher: diese gemeinsame Tour sollte nicht die letzte bleiben.
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