666 Miles August 2004

Eigentlich wollte ich ja nicht zu jeder 666-Miles einen Bericht schreiben (sorry Georg), aber dieses mal ist’s halt wieder so weit.
Zumal es auch wieder einige nette Bilder gibt.

Das dies keine der üblichen Sturm-Ausfahrten ist, zeigte sich schon an der Abfahrtszeit: um 7:45 Uhr hat unsere kleine Gruppe die erste Etappe unter die Räder genommen. 5 Motorräder machen die Sache übersichtlich – und das ist gut so. Denn der Weg führt nicht gerade über die breitesten Verkehrsschneisen sondern folgt den kleinen gelben und weissen Routen auf der Generalkarte. Das bildet, denn wie lernt man sonst Ortschaften wie Ottowind, Kleinwalbur und Schnarchenreuth kennen?
Es läuft ganz gut an diesem Morgen, bis auf die Baustelle, die mich etwas aus dem Takt bringt und dem Verkehr rund um Coburg, da muss noch etwas an der Streckenführung gefeilt werden. Im Frankenwald wird es ruhiger, aber es ziehen erste dunkle Wolken auf. Uns zieht es stetig weiter – bis auf kleine Pausen am Strassenrand sind keine Stopps geplant. Durch kleine Ortschaften und über teilweise recht üble Strassen (in Thüringen ist eben immer noch Nachholbedarf in Sachen Strassenbau) erreichen wir Schleiz. Die historische Rennstrecke, das Schleizer Dreieck, bleibt uns mal wieder verwehrt, denn an diesem Wochenende ist dort ein Rennen angesagt. Dafür gibt’s rund um den Saale-Stausee schöne Aussichten. Langsam merkt man die Kilometer: der Hintern schmerzt und in Gedanken kalkuliert man die Ankunftszeit: vor 7 wird das wohl nix werden. OK, wollen wir der Gruppe mal was gutes tun – an der Staumauer Hohenwarte wird eine richtige Pause eingelegt, mit Bratwürsten vom Grill!
Die Stimmung ist prima, soviel ist sicher und die Truppe ist wild entschlossen, diese Herausforderung zu meistern. So kann uns auch eine Baustelle in Probstzella nicht abschrecken: wo ein Wille ist, ist auch ein Weg und wenn dieser mitten durch den Tiefbau der aufgerissenen Straße führt, wir schaffen das! Gut, dass es nicht geregnet hat, dann wäre der lehmige Untergrund wohl nicht zu überwinden gewesen.
Apropos Regen: der empfängt uns dann auf den Höhen des Rennsteigs und so werden wir zwischen Suhl und Mellrichstadt noch richtig geduscht ...
Der Abend verläuft sehr lustig ist aber kurz, wir sind doch erst gegen 8 eingetrudelt.

Am nächsten Morgen sieht’s grau aus und es regnet, also gleich wasserfest einkleiden ist angesagt. Die Wasserkuppe liegt mal wieder im Nebel, der Spessart begrüßt uns mit Regenschauern und erst in den Hassbergen wird’s trocken. Das kann aber alles der Moral nicht schaden, jeder hat das Ziel vor Augen und so geht’s auch bei der Rast in Kathi Bräu sehr lustig zu. Klar, dass wir uns schon auf den Liter Bier freuen, der uns im Sturm erwartet – der soll aber zünftig aus einem Masskrug kommen. Also nehmen wir die gleich von hier mit! So eine Goldwing ist doch praktisch ...
Zurück führt uns die Tour aus der Fränkischen Schweiz über das Kleinziegenfelder Tal, Staffelstein und Sesslach doch recht gradlinig gen Mellrichstadt. Und hinter Heldburg spielt auch wieder das Wetter mit: zum grossen Finale reisst der Himmel auf und entschädigt uns mit einem Sonnenuntergang wie aus dem Bilderbuch. Schön sieht das aus, diese Sonnenstrahlen über dem Kreuzberg und sie tun der Seele gut. Aber Hochstimmung ist eh angesagt – wir haben es schließlich geschafft und uns den Ehrenplatz in der Hall of  Fame des Hotel Sturm verdient.    

Die Bilder lassen sich durch anklicken vergrößern

Aussicht für Frühaufsteher

Startaufstellung

erste Rast

was hat uns die Küche eingepackt ?

noch Grund zum Lachen ?!

ja, aus der Haltung kommt man kaum noch raus

Grillwürste sind fertig !

endlich ...

Rast am Wegesrand

die sind nicht kleinzukriegen ;-)

feucht fröhlich

soviel Zeit muss sein

Kaffee und Küchle

sieht doch gemütlich aus !

a Mass am Ziel

wir haben es geschafft !

wieder vor dem Sturm

so sehen Sieger aus !

festliches Menue

und Orden gab's auch